
Roman · Schräg, komisch, ziemlich menschlich
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Du bist am Ende
der Arbeit angelangt
Pauli hat sich überflüssig gemacht.
So war das nicht gemeint.
Die Agentur läuft ohne ihren Chef. Die Familie hat eigene Termine. Und am Ortsende steht plötzlich ein Schild, das Pauli Zanger als persönliche Zumutung versteht: Du bist am Ende der Arbeit angelangt.
Wer hat es bestellt? Wer hat es aufgestellt? Und warum führen die Spuren ausgerechnet zu ihm? Während Pauli ermittelt, plant die Gemeinde einen öffentlichen Abend über seine erfolgreiche Abschaffung.
Was bleibt von einem, wenn es auch ohne ihn geht?
Bei Amazon kaufenDie ersten Zeilen lesen
Leseprobe · Kapitel 1 · Freitag, 16.07 Uhr
Um sechzehn Uhr sieben hatte Pauli Zanger zum ersten Mal seit neunzehn Jahren keine ungelesene Nachricht.
Er nahm die Brille ab, putzte sie am Hemd und setzte sie wieder auf.
Die Zahl blieb null.
Im Hof schlug jemand die Tür eines Lieferwagens zu. Durch das offene Fenster hörte man Rosi lachen. Ein richtiges Lachen, ohne den kurzen, vorsorglichen Blick zu Pauli, den man in der Agentur entwickelt hatte, weil seine Witze gelegentlich Aufträge waren. Unten wurde ein Tisch eingeladen. Der Tisch gehörte nicht zur Agentur. Pauli wusste nicht, wem er gehörte, und seit sieben Minuten fiel diese Unkenntnis in keinen seiner Zuständigkeitsbereiche.
Er aktualisierte das Postfach.
Ich hatte ihm den Nachmittag freigehalten. Es war sein ausdrücklicher Wunsch gewesen. Auf der Liste stand: Übergabe abschließen. Operativ loslassen. Wochenende ohne Agentur.
Den dritten Punkt hatte er selbst fett gemacht. Am Sonntag würde er prüfen, ob das Wochenende gelungen war.

