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Krimi aus dem Seewinkel · Burgenland
Wallners erster Fall
Ein Finger in der Maische. Ein verschwundener Kellner. Ein Weingut, auf dem jeder jeden kennt – und niemand alles sagt.
Leo Haslingers atmosphärischer Seewinkel-Krimi führt mitten in die flache Landschaft östlich des Neusiedler Sees: zu Weinlese, alten Verbindungen und einer Nähe, die Schutz bedeuten kann – oder Schweigen.
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Der Film zum Buch
Eine Minute Seewinkel, Weinlese und das Schweigen eines Dorfes. Der offizielle Trailer zu Das Schweigen unter uns.
Das Buch
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„Als Dániel den Finger fand, hatte er bereits zwei Stunden gearbeitet.“
Der Schauplatz
Der Seewinkel im Nordburgenland ist eine Landschaft der Weite: niedriger Himmel, Schilf, Salzlacken, Weingärten und Dörfer, in denen Geschichten nicht weit reisen müssen, um überall bekannt zu sein.
Das Schweigen unter uns nutzt diese Nähe als Spannung: Ferry Wallner kennt die Gegend und ihre Menschen. Gerade deshalb muss er genauer hinhören, wenn vertraute Antworten plötzlich nicht mehr zusammenpassen.
Der Roman verbindet Regionalkrimi, psychologische Spannung und trockenen österreichischen Ton. Er eröffnet die Ferry-Wallner-Reihe von Leo Haslinger.
Buchdaten
Leseprobe
Aus Kapitel 15
Mara zog den Bleistift aus seinem Versteck. Ihr Vater hatte ihn liegen lassen, als er die Fetzen der ersten Erklärung eingesammelt hatte.
Sie riss einen Streifen vom unteren Rand des Blattes, langsam, mit den Daumen dicht an der Kante. Das Papier gab mit einem leisen, zähen Geräusch nach. Mara hielt inne, lauschte und schrieb dann ihren Namen.
Ich bin eingesperrt. Bitte Polizei verständigen.
Bei „eingesperrt“ brach die Spitze ab. Sie drehte den Stift, schrieb mit der Kante weiter. Der Name musste lesbar sein. Jemand würde ihn lesen – und verstehen müssen, dass dies keine alte Notiz war.
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